Grillen in Bonn: Wo es erlaubt ist und welche Regeln gelten

Zwölf ausgewiesene Grillplätze in der Rheinaue, drei weitere Standorte im Stadtgebiet, vier im Umland – und daneben eine lange Liste von Flächen, auf denen Kohle und Rost ausdrücklich nichts zu suchen haben: Das ist der Rahmen für das Grillen in Bonn. Nicht jede Wiese ist eine Grillwiese, und nicht jeder der ausgewiesenen Plätze steht spontan zur Verfügung.

Dieser Ratgeber ordnet die Standorte nach Anfahrt, Zugang und Nutzungsprofil, führt durch die Vorgaben zu Grillgerät, Brennstoffen, Aufsicht und Entsorgung, benennt die Flächen mit Grillverbot und zeigt, ab welcher Gruppengröße ein öffentlicher Platz nicht mehr trägt. Grundlage der Regeln und Standortangaben sind die öffentlich zugänglichen Informationen der Stadt Bonn. Alle Entfernungen, Fahrzeiten, Kapazitätsrichtwerte und Ausstattungshinweise, die dort nicht genannt werden, stammen aus eigener Recherche und ersetzen keine Prüfung vor Ort.

Grillplätze in Bonn und Umgebung: Übersicht mit und ohne Reservierung

Wer das Grillen in Bonn plant, entscheidet zuerst über eine einzige Frage: spontan losfahren oder mit verbindlicher Zusage anreisen? Die acht offiziellen Standorte lassen sich danach in zwei Gruppen einteilen – frei zugängliche Stellen ohne Anmeldung und Plätze, die über einen Betreiber vergeben werden.

Die folgende Übersicht stellt beide Gruppen nebeneinander. Der Anmeldestatus folgt den Angaben der Stadt Bonn; Entfernung, ÖPNV-Eignung und Personenrichtwert sind eigene Einschätzungen ab Bonn Hauptbahnhof und dienen der Vorauswahl, nicht der Buchung. Lesart je Zeile: Standort | Anmeldung | Entfernung ab Hbf | ohne Auto machbar | Richtwert Personen.

  • Rheinaue | keine Anmeldung | rund 5 km, 10–15 Min. mit dem Auto | ja, sehr gut (Stadtbahn) | etwa 6–10 pro Feuerstelle
  • Sportplatz Oberer Lyngsberg, Heiderhof | keine Anmeldung | rund 10 km, etwa 20 Min. | eingeschränkt, Bus plus Fußweg | kleine bis mittlere Runde
  • Waldfreunde Bonn-Duisdorf, Wesselheideweg | Absprache mit dem Verein | rund 7 km, 15–20 Min. | ja, Bahnhof Duisdorf plus Fußweg | nach Vereinsauskunft
  • Am Hardtweiher im Ennert, Pützchens Chaussee | Kontaktaufnahme nötig | rund 8 km, etwa 20 Min. | schwierig, letzter Abschnitt zu Fuß | nach Betreiberauskunft
  • St. Florian Grillplatz, Wachtberg-Berkum | Betreiberkontakt | rund 15 km, 25–30 Min. | aufwendig, Bus mit Umstieg | nach Betreiberauskunft
  • Servaisstraße, Alfter-Witterschlick | Betreiberkontakt | rund 10 km, 20–25 Min. | ja, Voreifelbahn | nach Betreiberauskunft
  • Flerzheim, Rheinbach | Betreiberkontakt | rund 22 km, etwa 30 Min. | eingeschränkt, Bahn plus Bus | nach Betreiberauskunft
  • Freizeitpark Rheinbach | Betreiberkontakt | rund 25 km, 30–35 Min. | ja, Voreifelbahn plus Fußweg | nach Betreiberauskunft

Aus der Matrix lassen sich drei Faustregeln ableiten. Erstens: Spontanentscheidungen führen zwangsläufig zu den beiden anmeldefreien Zeilen der Tabelle. Zweitens: Sobald die Gruppe über etwa 20 Personen wächst, zählt nur noch eine verbindliche Zusage, weil an frei zugänglichen Feuerstellen weder Fläche noch Sitzplätze reserviert sind. Drittens: Ohne Auto verengt sich die Auswahl faktisch auf Rheinaue und Witterschlick – bei allen anderen Standorten verkürzt die Rückfahrt am Abend den Aufenthalt spürbar. Kommen Kinder mit, spricht die Kombination aus befestigten Wegen, Spielflächen und kurzen Distanzen für den Park an der Ludwig-Erhard-Allee.

Rheinaue: Ausstattung der Feuerstellen und Tipps gegen den Andrang

Die Feuerstellen in der Rheinaue sind offene Grillstellen, eingefasst von gemauerten Steinbänken; Kochstelle und Sitzgelegenheit gehen ineinander über. Ein Grillrost ist laut Stadt nur teilweise vorhanden – welche der zwölf Stellen einen brauchbaren Rost hat, ändert sich mit Saison und Nutzung.

Die zwölf Stellen verteilen sich über den weitläufigen Park, der durch die Ludwig-Erhard-Allee in einen nördlichen und einen südlichen Teil geschnitten wird. Für die Auswahl vor Ort sind vier Merkmale relevant: Nähe zum Parkplatz (die Stellen im Umfeld der Ludwig-Erhard-Allee und des Rheinauensees liegen typischerweise wenige Gehminuten von den Stellplätzen entfernt, die weiter im Grünen gelegenen deutlich länger), Baumbestand (Stellen im Randbereich der Wiesen liegen nachmittags im Halbschatten, Stellen auf den offenen Wiesenflächen in der Sonne), Untergrund und Zuweg (nur die Feuerstellen direkt an den asphaltierten Parkwegen sind mit Bollerwagen oder Kinderwagen ohne Umweg über die Wiese erreichbar) und Nachbarschaft (Stellen nahe der Hauptwege sind belebter als die abseitigen). Wer mit Kinderwagen, Getränkekisten oder Kühlbox anreist, sollte konsequent eine Stelle mit befestigtem Zugang wählen; wer eine ruhige Runde plant, geht bewusst weiter vom Hauptweg weg. Die Zieranlagen im selben Park – etwa der Japanische Garten – dienen dabei nur als Orientierungspunkt, gegrillt werden darf dort nicht.

Anfahrt: Mit dem Auto führt der Weg zu den Parkflächen an der Ludwig-Erhard-Allee, ab Bonn Hauptbahnhof je nach Verkehrslage rund 10 bis 15 Minuten. Mit der Stadtbahn erreichen Sie den Park über die Haltestelle Rheinaue (Linien 16, 63 und 66); von dort sind es je nach Feuerstelle etwa 5 bis 15 Gehminuten. Toiletten gibt es im Park nur an wenigen Punkten, etwa im Umfeld der gastronomischen Einrichtungen am Rheinauensee – kalkulieren Sie einen Fußweg von mehreren Minuten ein und prüfen Sie die Öffnungszeiten, bevor Sie sich für eine weit abgelegene Stelle entscheiden.

An sonnigen Wochenenden, Brückentagen und Feiertagen sind die Stellen früh besetzt. Praktisch ist deshalb ein vorab überlegter zweiter Standort im Park – etwa eine Stelle im weniger frequentierten Teil abseits der Hauptwege –, damit Sie nicht mit vollem Kofferraum durch die Anlage laufen.

Duisdorf, Heiderhof und Ennert: welcher Platz für welche Gruppe passt

Die drei Plätze außerhalb der Rheinaue unterscheiden sich vor allem im Nutzungsprofil. Der Grillplatz der Waldfreunde Bonn-Duisdorf am Wesselheideweg liegt am Waldrand westlich des Stadtgebiets und wird von einem Verein bewirtschaftet. Anfragen laufen entsprechend über den Verein und nicht über eine städtische Dienststelle – meist über das Kontaktformular oder die E-Mail-Adresse der Vereinsseite, mit Rückmeldung im Rhythmus des Ehrenamts und nicht innerhalb eines Werktags. Vereinsinterne Termine haben Vorrang, weshalb Wochenenden im Frühsommer früh vergeben sind. In die Anfrage gehören: Datum und Zeitfenster inklusive Auf- und Abbau, Personenzahl, ob eine Hütte oder ein überdachter Bereich mitgenutzt werden kann, ob Strom und Wasser verfügbar sind, Höhe von Nutzungsentgelt und Kaution sowie Ablauf der Schlüsselübergabe. Mit der Bahn ist der Bahnhof Duisdorf der praktikable Ausgangspunkt, danach folgt ein Fußweg Richtung Waldrand.

Der Sportplatz Oberer Lyngsberg im Stadtteil Heiderhof ist der einzige öffentlich zugängliche Grillplatz außerhalb der Rheinaue ohne Voranmeldung – und damit die Adresse für kurzfristige Entscheidungen. Der Standort liegt auf der Godesberger Höhe am Rand des Kottenforsts. Zwei Punkte sollten Sie einkalkulieren: Bei Trainings- und Spielbetrieb auf dem Sportgelände teilen Sie das Umfeld mit anderen Nutzergruppen, und die Stellplätze am Platz werden dann knapp. Wer mit dem Bus anreist, plant den letzten Abschnitt zu Fuß und prüft die Rückfahrt am Abend, weil die Takte auf der Höhe dünner sind als im Talbereich.

Am naturnächsten liegt der Platz Am Hardtweiher im Ennert, dem bewaldeten Höhenzug rechts des Rheins. Die Zufahrt zweigt von der Pützchens Chaussee in Bonn-Beuel ab. Die Adresse gehört vor der Abfahrt in die Navigation, denn der Zuweg verlässt den Straßenverlauf und ist nicht durchgängig ausgeschildert. Rechnen Sie damit, dass das letzte Stück ansteigt und Getränke, Kohle und Ausrüstung über einen Waldweg getragen werden müssen – ein Bollerwagen mit großen Rädern hilft mehr als ein Rollkoffer. Der Waldcharakter bringt Schatten und Ruhe, verlangt bei Trockenheit aber erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber Funkenflug.

Umland: Anfahrt und Buchungspraxis in Wachtberg, Alfter und Rheinbach

Für die vier Standorte im Umland entscheidet die Anfahrt über die Planung. Die folgenden Werte sind eigene Schätzungen ab Bonn Hauptbahnhof und ersetzen keine Routenprüfung – das gilt für alle vier Einträge dieser Liste:

  • St. Florian Grillplatz, Wachtberg-Berkum: etwa 25 bis 30 Minuten mit dem Auto über die B9 und die Höhenstraßen des Drachenfelser Ländchens. Ohne Auto aufwendig: Bus ab Bad Godesberg mit Umstieg, Fußweg im Ort.
  • Servaisstraße, Alfter-Witterschlick: etwa 20 bis 25 Minuten mit dem Auto. Witterschlick liegt an der Voreifelbahn, der Bahnhof ist fußläufig zum Ortskern – von den Umlandplätzen der am ehesten ohne Auto machbare.
  • Flerzheim (Rheinbach): etwa 30 Minuten mit dem Auto. Der Ortsteil liegt südöstlich von Rheinbach; die Bahnanbindung endet in Rheinbach, danach folgt ein Bus- oder längerer Fußweg.
  • Freizeitpark Rheinbach: etwa 30 bis 35 Minuten mit dem Auto. Mit der Voreifelbahn ab Bonn Hauptbahnhof in rund einer halben Stunde bis Rheinbach, von dort zu Fuß weiter.

Ausstattung, Kapazität, Nutzungsentgelte, Kautionen und Nutzungszeiten legt jeder Betreiber selbst fest – einheitliche Standards gibt es nicht. Ob eine Schutzhütte, ein überdachter Sitzbereich, ein Stromanschluss, Sanitäranlagen oder ein Spielplatz vorhanden sind und für wie viele Personen der Platz freigegeben wird, ist deshalb eine Frage an den jeweiligen Betreiber und keine Angabe der Stadt Bonn. Verbindlich ist allein dessen Auskunft.

Zum Vorlauf: Für Wochenend- und Feiertagstermine zwischen Mai und September ist eine Anfrage mehrere Wochen im Voraus realistisch, für Vereins- und Ferienzeiten eher länger. Wer flexibel ist, fragt gleich zwei Wunschdaten an – das verkürzt die Abstimmung erheblich.

Grillregeln in Bonn: Grillgerät, Brennstoffe, Aufsicht und Entsorgung

Die Regeln für das Grillen in Bonn stammen nicht aus einer einzigen Quelle, sondern aus drei Ebenen, die übereinanderliegen. Wer weiß, welche Vorgabe woher kommt, versteht auch, warum zwei Grillplätze im selben Stadtgebiet unterschiedlich streng sein können.

  • Städtische Ebene: Sie gilt für alle öffentlichen Grünflächen im Stadtgebiet und legt fest, wo überhaupt gegrillt werden darf, welches Gerät zulässig ist, welche Brennstoffe erlaubt sind und wie Feuer und Asche zu behandeln sind. Diese Vorgaben sind die Untergrenze – sie gelten immer.
  • Betreiberebene: Bei den Plätzen mit Reservierung – Vereins- und Umlandstandorte – kommt eine eigene Nutzungsordnung hinzu: Zeiten, maximale Personenzahl, Entgelt, Kaution, Umgang mit Musik, Zustand bei Rückgabe. Diese Regeln können die städtischen Vorgaben verschärfen, aber niemals lockern. Wenn der Betreiber Holzfeuer untersagt oder um 21 Uhr Schluss macht, gilt das, auch wenn andernorts mehr möglich wäre.
  • Waldrechtliche Ebene: An den waldnahen Standorten – Ennert, Umfeld des Kottenforsts, Waldrand bei Duisdorf – greifen zusätzlich die Vorschriften zum Umgang mit Feuer im und am Wald. Offenes Feuer ist dort nur an der dafür eingerichteten Stelle zulässig, und bei erhöhter Waldbrandgefahr können Behörden das Grillen kurzfristig ganz untersagen.

Die städtischen Detailvorgaben zu Grillgerät, Brennstoff, Aufsicht, Löschen und Entsorgung behandeln die folgenden Abschnitte einzeln; in der Rheinaue kommt außerdem eine abendliche Ruhezeit hinzu (Details im Abschnitt zu Aufsicht und Ruhezeit).

Kontrolliert wird auf allen Ebenen vom städtischen Ordnungsdienst, der die Grünanlagen in der Grillsaison bestreift; auf Vereinsgeländen achtet zusätzlich der Betreiber auf die Einhaltung seiner Ordnung. Bei Zweifeln gilt immer die strengere Regel. Und die Konsequenz aus Beschädigungen und liegengebliebenem Müll trifft nicht die Verursacher, sondern den Ort: Gesperrt wird im Zweifel der Platz.

Erlaubtes Grillgerät und Brennstoffe: Einweggrill und Spiritus sind tabu

Erlaubt ist nur geeignetes Grillgerät – typischerweise ein Holzkohlegrill, der genügend Abstand zum Boden hält. Ein Einweggrill darf nicht direkt auf der Wiese abgestellt werden, weil die heiße Bodenschale die Grasnarbe zerstört. Gasgrills sind zulässig, solange die Grünfläche unbeschädigt bleibt. Als Brennmaterial sind ausschließlich handelsübliche Grillkohle oder Briketts vorgesehen; Spiritus als Anzünder ist verboten – feste Anzünder oder ein Anzündkamin erledigen dieselbe Aufgabe ohne Verpuffungsrisiko.

An den gemauerten Feuerstellen der Rheinaue stellt sich die Frage nach dem passenden Rost sehr konkret, weil die Auflageflächen unterschiedlich breit sind und nicht jede Stelle einen Rost mitbringt. Bewährt hat sich ein stabiler Stahlrost mit einer Kantenlänge von etwa 40 × 60 Zentimetern: groß genug für eine Runde von sechs bis acht Personen, breit genug, um sicher auf dem Mauerwerk aufzuliegen, und noch transportabel im Kofferraum. Ein leichter Chromrost verzieht sich über offener Glut schnell und rutscht auf unebenem Stein.

Eine belastbare Packliste für die Rheinaue umfasst deshalb: eigener Rost plus Grillhandschuhe, ein Grill mit Standfüßen als Alternative zur belegten Feuerstelle, Löschwasser in verschließbaren Kanistern (zur Menge siehe Abschnitt Löschen und Entsorgen), zwei stabile Müllsäcke, Klappstühle oder Decken – die Steinbänke reichen für größere Runden nicht – sowie eine Metallschaufel oder Zange, um die ausgekühlte Asche später aufzunehmen.

Während des Grillens: Aufsichtspflicht und Ruhezeit ab 22 Uhr

Das Grillfeuer muss durchgehend beaufsichtigt werden – ohne Ausnahme, auch nicht für den Gang zum Auto. In größeren Runden funktioniert das nur mit einer festen Zuständigkeit, die beim Wechsel ausdrücklich weitergegeben wird.

Der zweite Zeitfaktor ist die Ruhezeit in der Rheinaue: Ab 22 Uhr ist Schluss. Rechnet man von dort rückwärts, ergibt sich ein realistischer Ablauf für einen Samstag im Juli. Ein Beispiel-Zeitplan: 16:00 Uhr Anreise und Platzwahl, solange noch Feuerstellen frei sind; 17:30 Uhr Kohle anzünden – Briketts brauchen bis zur gleichmäßigen Grillreife 30 bis 45 Minuten, Grillkohle etwas weniger; 18:15 Uhr Beginn der ersten Auflage; 20:30 Uhr letzte Runde auf den Rost, danach keine Kohle mehr nachlegen; 21:00 Uhr Glut ablöschen; 21:30 Uhr Asche und Abfall zusammenpacken; 21:45 Uhr Platz verlassen. Wer erst um 19 Uhr anzündet, kommt beim Aufräumen zwangsläufig in die Ruhezeit.

Wetter und Jahreszeit gehören in dieselbe Rechnung. Die praktikable Grillsaison reicht in Bonn etwa von April bis Oktober, mit dem Hauptandrang zwischen Mai und September. Bei anhaltender Trockenheit steigt in den waldnahen Bereichen um Kottenforst und Ennert die Waldbrandgefahr; den aktuellen Gefahrenindex veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst tagesaktuell, ergänzend informieren die Forstverwaltung und die Stadt bei besonderen Lagen. An solchen Tagen ist der Verzicht auf offenes Feuer die sicherere Entscheidung – und bei starkem Wind ohnehin.

Nach dem Grillen: Feuer löschen und Asche richtig entsorgen

Nach dem Essen folgt der Teil, der über die Nutzbarkeit des Platzes für alle entscheidet. Schritt 1: Feuer vollständig löschen. Grau überzogene Kohle glüht im Kern stundenlang weiter. An den Feuerstellen der Rheinaue gibt es keine Zapfstelle in unmittelbarer Nähe – Löschwasser gehört deshalb ins Gepäck, für eine Feuerstelle sind fünf bis zehn Liter eine realistische Größenordnung. Abgelöscht wird, bis nichts mehr zischt, dampft oder Hitze abstrahlt.

Schritt 2: Asche kalt entsorgen. Erst wenn die Asche vollständig ausgekühlt ist, gehört sie in die Restmülltonne – Kartons und Plastiktüten sind ausdrücklich nicht dafür geeignet, weil Restglut sie noch Stunden später entzünden kann. Spezielle Aschebehälter sind an den Bonner Grillstellen nicht vorgesehen; zuständig für die Restmüllentsorgung im Stadtgebiet ist bonnorange. Praktikabel ist, die kalte Asche in einem Metalleimer mit Deckel oder einer alten Auflaufform mitzunehmen und zu Hause in die Restmülltonne zu geben.

Schritt 3: Platz räumen. Die Abfallbehälter im Park sind an warmen Wochenenden am frühen Abend gefüllt – rechnen Sie damit, dass Sie Verpackungen, Flaschen und Essensreste im eigenen Müllsack wieder mitnehmen. Der Zustand bei der Abreise sollte dem bei der Ankunft entsprechen, inklusive Steinbank und Umfeld.

Grillverbot in Bonn: Auf diesen Flächen ist Grillen untersagt

Für das Grillen in Bonn gilt ein generelles Verbot in sämtlichen Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten. Tabu sind ebenso Spiel- und Bolzplätze sowie Hundefreilaufflächen – offenes Feuer, spielende Kinder und frei laufende Tiere passen nicht zusammen.

Hinzu kommen neun namentlich genannte Parks und Grünanlagen: die Zieranlagen Japanischer Garten, Rosengarten, Blindengarten und Deutscher Garten, dazu das Baumschulwäldchen, der Bürgerpark Oberkassel, der Redoutenpark, der Drachensteinpark in Mehlem und der Panoramapark in Rüngsdorf. Gestaltete Anlagen mit empfindlichen Pflanzungen nehmen durch Hitze, Flugasche und Fettspritzer dauerhaft Schaden.

Verbotene und erlaubte Bereiche grenzen teils unmittelbar aneinander: In der Rheinaue sind ausschließlich die vorgesehenen Feuerstellen nutzbar, die umliegenden Wiesen, die Uferbereiche und die Zieranlagen im selben Park nicht. Auch wildes Grillen auf beliebigen Flächen außerhalb der ausgewiesenen Plätze ist untersagt. Da Schutzgebietsgrenzen im Gelände selten sichtbar sind, ist die Beschilderung maßgeblich. Verstöße können ordnungsrechtliche Folgen haben; konkrete Bußgeldhöhen nennt die Stadt auf ihrer Informationsseite nicht – diese erfragen Sie im Einzelfall beim Ordnungsamt.

Wenn der öffentliche Grillplatz nicht reicht: Optionen für größere Feiern

Sind alle Feuerstellen belegt, bleiben drei Wege: eine der freien Alternativen ansteuern, das Grillen in den eigenen Garten oder auf den Balkon verlegen – dort gelten Mietvertrag, Hausordnung und die Rücksichtnahmepflicht gegenüber Nachbarn – oder das Vorhaben verschieben.

Für größere Anlässe hilft keine dieser Optionen weiter. Wo das Grillen in Bonn auf öffentlichen Flächen an Grenzen stößt, sind es immer dieselben vier: Ein bestimmter Platz lässt sich an frei zugänglichen Flächen für einen festen Termin nicht zusichern. Die Kapazität der Feuerstellen und Steinbänke ist auf kleine Runden ausgelegt, nicht auf 40, 60 oder mehr Gäste. Der Abend endet in der Rheinaue an der Ruhezeit früher, als es Abendveranstaltungen erfordern. Und es fehlt jede weitere Infrastruktur – Kühlung, Strom, ausreichend Sitzplätze, Witterungsschutz –, während Transport, Aufbau, Bewirtung und Reinigung vollständig beim Gastgeber liegen.

Kritisch wird das bei Anlässen mit verbindlichem Rahmen: Firmenfeiern, Teamevents, Sommerfeste, Jubiläen, runde Geburtstage und Hochzeiten. Dort stehen Termin, Ort, Gästezahl und Ablauf fest, dazu kommen Sitzordnung, Menüwünsche und Allergien, Getränkelogistik und ein Programm mit festen Zeiten. Für solche Vorhaben ist eine planbare Lösung – etwa ein Grillcatering in Bonn – die tragfähigere Wahl.

Grundlage der Standort- und Regelangaben in diesem Ratgeber ist die Informationsseite der Stadt Bonn (bonn.de, Abruf 28.08.2026). Regelungen, Ausstattung und Zuständigkeiten können sich ändern und sollten vor der Anreise geprüft werden.

Grillcatering als Alternative: Ablauf von der Anfrage bis zur Reinigung

Ein Grillcatering ist im Kern nichts anderes als die Antwort auf die vier Grenzen, an die ein öffentlicher Platz stößt. Deshalb lohnt es sich, den Ablauf entlang dieser Grenzen zu lesen statt als allgemeine Schrittfolge.

  • Gästezahl statt Feuerstelle: Bei der Anfrage klären Sie Anlass, Wunschdatum und Personenzahl. Wirtschaftlich sinnvoll wird ein Catering in der Regel ab etwa 20 Gästen – also genau in dem Bereich, in dem eine gemauerte Feuerstelle mit Steinbank rechnerisch nicht mehr trägt und Sitzplätze für 40 oder 60 Personen erst mitgebracht werden müssten.
  • Menü statt Kühlbox: Fleisch, Fisch, Beilagen sowie vegetarische und vegane Optionen werden vorab festgelegt, Allergien eingeplant. Was im Park an der Kühlkette und am fehlenden Stromanschluss scheitert – Vorbereitung mehrerer Gänge, Salate, Saucen, kalte Lagerung über Stunden –, wird hier zur Planungsgröße statt zum Risiko.
  • Anlieferung statt Bollerwagen: Grillgerät, Zubehör und Lebensmittel kommen zum vereinbarten Zeitpunkt an den Veranstaltungsort. Der Transport über Waldwege oder Parkwiesen entfällt ebenso wie die Frage, ob am Zielort überhaupt ein Rost auf dem Mauerwerk aufliegt.
  • Grillmeister statt Aufsichtsdienst: Vor Ort übernimmt eine Fachkraft Feuer, Zubereitung und Ausgabe. Die Pflicht, das Grillfeuer lückenlos im Blick zu behalten, wandert damit weg von der Gastgeberin, die eigentlich Gäste begrüßen möchte.
  • Abbau statt Ascheeimer im Kofferraum: Geräte werden abgebaut, Fettreste, Asche und Abfall abtransportiert, die Fläche gereinigt. Der komplette Entsorgungsteil, der auf öffentlichen Plätzen beim Gastgeber hängen bleibt, ist Teil der Leistung.

Der Veranstaltungsort ist dabei der zweite große Unterschied zum öffentlichen Grillplatz: Statt einer Feuerstelle im Park, die niemand für Sie freihält, lässt sich Grillcatering praktisch überall dort veranstalten, wo Hausrecht statt öffentlicher Platzordnung gilt.

  • Privater Garten oder Terrasse: etwa in Rüngsdorf, Mehlem, Bad Godesberg oder Poppelsdorf – die klassische Variante für Familienfeiern und runde Geburtstage im eigenen Grün.
  • Firmengelände oder Betriebshof: zum Beispiel in Duisdorf, im Bonner Norden oder im Gewerbegebiet Beuel – für Sommerfeste und Firmenfeiern direkt am Standort, ohne separate Anfahrt für die Belegschaft.
  • Angemietete Eventlocation oder Halle: etwa in Beuel oder anderen Stadtteilen mit Veranstaltungsflächen – wetterunabhängig und mit Infrastruktur für größere Gästezahlen.
  • Vereinsheim oder Vereinsgelände: für Vereinsfeste, bei denen das Gelände bereits vorhanden ist, Küche oder Personal für die Gästezahl aber nicht ausreichen.
  • Grundstücke im Umland: Richtung Wachtberg, Alfter oder Rheinbach, wenn die Feier außerhalb der Stadt stattfinden soll.

Weil an diesen Orten keine Ruhezeitbindung einer öffentlichen Grünanlage greift, sind Abendveranstaltungen mit Programm, Rede und Musik überhaupt erst planbar; maßgeblich sind dann Hausrecht und allgemeine Nachtruhe.

Für eine Feier in Bonn und Umgebung lässt sich über grill-catering.com ein unverbindliches Angebot anfragen. Für Termine zwischen Mai und September sind rund sechs bis acht Wochen Vorlauf sinnvoll, an Wochenenden im Hochsommer eher mehr.

FAQ

Sind Gasgrills in Bonn erlaubt?

Gasgrills sind beim Grillen in Bonn zulässig, solange die Grünfläche dabei unbeschädigt bleibt. Anders als bei Einweggrills, die wegen der heißen Bodenschale nicht direkt auf der Wiese stehen dürfen, ist beim Gasgrill die Grasnarbe selbst der entscheidende Maßstab: Bleibt sie unversehrt, spricht nichts gegen den Einsatz. An den gemauerten Feuerstellen der Rheinaue spielt diese Frage ohnehin eine geringere Rolle, da dort ein fester Untergrund vorhanden ist. Auf Vereins- oder Umlandplätzen kann die jeweilige Nutzungsordnung des Betreibers zusätzliche Vorgaben zum Grillgerät enthalten, die dann verbindlich sind.

Gibt es einen Grillplatz in Bonn-Duisdorf?

Ja: Der Grillplatz der Waldfreunde Bonn-Duisdorf am Wesselheideweg liegt am Waldrand westlich des Stadtgebiets und wird vereinsseitig bewirtschaftet. Eine spontane Nutzung ist dort nicht vorgesehen, die Anfrage läuft über den Verein, meist per Kontaktformular oder E-Mail, mit Rückmeldung im Rhythmus des Ehrenamts. Sinnvoll ist die Anfrage frühzeitig, da vereinsinterne Termine Vorrang haben. In die Anfrage gehören:

  • Datum und Zeitfenster inklusive Auf- und Abbau
  • Personenzahl
  • Mitnutzung einer Hütte oder eines überdachten Bereichs
  • Verfügbarkeit von Strom und Wasser
  • Nutzungsentgelt, Kaution und Schlüsselübergabe

 

Wie erreiche ich den Grillplatz am Hardtweiher im Ennert?

Der Grillplatz liegt im Ennert oberhalb der Pützchens Chaussee in Bonn-Beuel. Die Zufahrt zweigt von dieser Straße ab, ist aber nicht durchgängig ausgeschildert – die Adresse sollte deshalb vorab ins Navigationsgerät eingegeben werden. Das letzte Stück führt über einen ansteigenden Waldweg. Grillkohle, Getränke und Ausrüstung müssen entsprechend getragen werden; ein Bollerwagen mit großen Rädern eignet sich dafür besser als ein Rollkoffer. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Platz nur schwierig erreichbar, da der letzte Abschnitt zu Fuß zurückgelegt werden muss. Vor dem Besuch ist eine Kontaktaufnahme mit dem Betreiber nötig, da der Platz nicht frei zugänglich ist.

Wie viele Grillplätze gibt es in der Rheinaue?

In der Rheinaue stehen zwölf ausgewiesene Grillplätze zur Verfügung. Es handelt sich um offene Feuerstellen, die von gemauerten Steinbänken eingefasst sind, sodass Kochstelle und Sitzgelegenheit ineinander übergehen. Ein Grillrost ist laut Stadt Bonn nur an einem Teil der Stellen vorhanden; welche Stelle im Einzelfall einen brauchbaren Rost bietet, ändert sich je nach Saison und Nutzung. Die zwölf Feuerstellen verteilen sich über den gesamten Park, der durch die Ludwig-Erhard-Allee in einen nördlichen und einen südlichen Bereich geteilt wird. So findet sich je nach gewähltem Parkbereich meist eine freie Stelle in der Nähe.

Muss ich einen Grillplatz in der Rheinaue reservieren?

Die Feuerstellen in der Rheinaue können ohne vorherige Anmeldung genutzt werden – eine Reservierung ist dort nicht vorgesehen und auch nicht möglich. Das bedeutet allerdings auch: Wer eine bestimmte Feuerstelle für einen festen Termin fest zusagen möchte, kann das dort nicht tun. Praktisch sinnvoll ist daher:

  • frühzeitige Anreise, insbesondere bei gutem Wetter
  • ein vorab überlegter zweiter Standort im Park als Ausweichmöglichkeit
  • Bereitschaft, auf abseits gelegene, weniger belebte Stellen auszuweichen

 

Ist Grillen in der Rheinaue erlaubt?

Ja, Grillen in der Rheinaue ist erlaubt, allerdings ausschließlich an den dafür ausgewiesenen Feuerstellen. Diese sind offene, gemauerte Grillstellen mit Steinbänken, ein Grillrost ist nur teilweise vorhanden. Nicht erlaubt ist das Grillen auf den umliegenden Wiesen, an den Uferbereichen des Rheinauensees oder in den Zieranlagen wie dem Japanischen Garten, der im selben Park liegt. An sonnigen Wochenenden sind die Stellen oft schon früh belegt, weshalb sich eine frühe Anreise lohnt. Zusätzlich gilt in der Rheinaue eine abendliche Ruhezeit; bis dahin muss das Feuer gelöscht und der Platz geräumt sein.

Wo darf man in Bonn öffentlich grillen?

In Bonn ist Grillen nicht überall erlaubt, sondern nur an ausgewiesenen Standorten. Zwölf Feuerstellen liegen in der Rheinaue und stehen frei zugänglich zur Verfügung, ohne Reservierung. Ergänzend gibt es weitere Plätze im Stadtgebiet und im Umland:

  • Sportplatz Oberer Lyngsberg, Heiderhof (ohne Anmeldung)
  • Waldfreunde Bonn-Duisdorf, Wesselheideweg (Vereinsabsprache)
  • Am Hardtweiher im Ennert (Kontaktaufnahme nötig)
  • St. Florian Grillplatz, Wachtberg-Berkum
  • Servaisstraße, Alfter-Witterschlick
  • Flerzheim und Freizeitpark, Rheinbach

Auf allen übrigen Wiesen, in Naturschutzgebieten, auf Spiel- und Bolzplätzen sowie in mehreren namentlich benannten Parks ist Grillen ausdrücklich untersagt.

Wo finde ich professionelles Grillcatering für Feiern in Bonn?

Für Feiern, bei denen ein öffentlicher Grillplatz nicht ausreicht, ist ein professionelles Grillcatering die planbare Alternative. Über grill-catering.com lässt sich ein unverbindliches Angebot für Bonn und Umgebung anfragen. Wirtschaftlich sinnvoll wird ein Catering meist ab etwa 20 Gästen, geeignet etwa für Firmenfeiern, Sommerfeste, Jubiläen oder Hochzeiten in Firmengeländen, Gärten oder angemieteten Locations sowie im Umland. Enthalten sind typischerweise:

  • Abstimmung von Menü, Allergien und Personenzahl
  • Anlieferung von Grillgerät und Lebensmitteln
  • Betreuung durch eine Grillmeister-Fachkraft vor Ort
  • Abbau, Reinigung und Entsorgung nach der Feier

Für Termine zwischen Mai und September empfiehlt sich ein Vorlauf von rund sechs bis acht Wochen, an Sommerwochenenden eher mehr.

Was passiert, wenn ein öffentlicher Grillplatz für meine Feier nicht ausreicht?

Reicht ein öffentlicher Grillplatz für die geplante Feier nicht aus, bleiben grundsätzlich drei Wege: eine freie Alternative unter den anderen Bonner Standorten ansteuern, auf den eigenen Garten oder Balkon ausweichen – dort gelten Mietvertrag, Hausordnung und Rücksichtnahme gegenüber Nachbarn – oder das Vorhaben auf einen anderen Termin verschieben. Für größere Anlässe stoßen öffentliche Plätze an feste Grenzen: Ein bestimmter Platz lässt sich nicht verbindlich zusichern, Feuerstellen und Steinbänke sind nicht für 40, 60 oder mehr Gäste ausgelegt, die Rheinaue endet mit der Ruhezeit um 22 Uhr, und es fehlt Infrastruktur wie Strom, Kühlung oder Witterungsschutz. Für Firmenfeiern, Jubiläen oder Hochzeiten mit festem Rahmen ist deshalb eine planbare Lösung wie Grillcatering die tragfähigere Wahl.

Welche Parks in Bonn sind vom Grillen ausgenommen?

Explizit vom Grillen ausgenommen sind in Bonn neun namentlich genannte Parks und Grünanlagen: die Zieranlagen Japanischer Garten, Rosengarten, Blindengarten und Deutscher Garten sowie das Baumschulwäldchen, der Bürgerpark Oberkassel, der Redoutenpark, der Drachensteinpark in Mehlem und der Panoramapark in Rüngsdorf. Der Grund liegt in den empfindlichen Pflanzungen dieser gestalteten Anlagen, die durch Hitze, Flugasche und Fettspritzer dauerhaft geschädigt würden. Dieses Verbot betrifft ausschließlich die Zieranlagen selbst und lässt Grillmöglichkeiten an anderer Stelle unberührt, solange dort eigens ausgewiesene Feuerstellen vorhanden sind.

Darf ich auf Spielplätzen oder Bolzplätzen grillen?

Nein, auf Spielplätzen und Bolzplätzen ist Grillen in Bonn ausdrücklich untersagt. Offenes Feuer, spielende Kinder und der übliche Bewegungsraum auf diesen Flächen vertragen sich nicht, daher gehören sie zu den Bereichen mit generellem Grillverbot. Gleiches gilt übrigens für Hundefreilaufflächen. Wer eine Feuerstelle sucht, weicht auf die dafür vorgesehenen Grillplätze im Stadtgebiet und Umland aus. Kontrolliert wird die Einhaltung des Verbots vom städtischen Ordnungsdienst; bei Verstößen sind ordnungsrechtliche Konsequenzen möglich, konkrete Details dazu erfährt man im Einzelfall beim Ordnungsamt.

Was muss ich nach dem Grillen mit der Asche machen?

Löschen Sie die Glut zuerst vollständig mit Wasser, bis nichts mehr zischt oder Hitze abstrahlt. In der Rheinaue gibt es keine Zapfstelle an den Feuerstellen, daher sollten Sie ausreichend Löschwasser mitbringen, für eine Feuerstelle sind fünf bis zehn Liter realistisch. Erst wenn die Asche vollständig ausgekühlt ist, darf sie entsorgt werden, und zwar in der Restmülltonne. Kartons oder Plastiktüten sind dafür ungeeignet, da Restglut sie noch Stunden später entzünden kann. Praktisch ist ein Metalleimer mit Deckel zum Transport nach Hause.

Bis wann darf ich in der Rheinaue grillen?

In der Rheinaue gilt für das Grillen an den ausgewiesenen Feuerstellen eine abendliche Ruhezeit: Ab 22 Uhr ist Schluss. Bis dahin muss das Grillfeuer bereits vollständig abgelöscht und der Platz aufgeräumt sein, da Löschen der Glut, Verstauen der ausgekühlten Asche und Zusammenpacken des Mülls noch Zeit brauchen. Praktisch bedeutet das: Wer erst spätabends mit dem Grillen beginnt, gerät zwangsläufig in die Ruhezeit. Empfehlenswert ist daher ein Ablauf, der bereits gegen 21 Uhr mit dem Ablöschen der Glut startet, damit der Platz pünktlich vor 22 Uhr verlassen werden kann.

Muss das Grillfeuer beaufsichtigt werden?

Ja, das Grillfeuer muss durchgehend beaufsichtigt werden – ohne Ausnahme, auch nicht kurz für den Gang zum Auto oder zur Toilette. Diese Aufsichtspflicht gilt an allen öffentlichen Grillplätzen in Bonn gleichermaßen. In größeren Gruppen empfiehlt es sich, eine feste Zuständigkeit festzulegen, die beim Wechsel ausdrücklich weitergegeben wird, damit das Feuer nie unbeobachtet bleibt. Besonders an waldnahen Standorten wie dem Ennert kommt diesem Punkt zusätzliches Gewicht zu, da dort bei Trockenheit erhöhte Waldbrandgefahr durch Funkenflug bestehen kann und ein unbeaufsichtigtes Feuer schneller außer Kontrolle geraten kann als auf offener Wiese.

Darf ich Spiritus zum Anzünden des Grills benutzen?

Nein. Als Anzünder ist ausschließlich fester Grillanzünder oder ein Anzündkamin zulässig, Spiritus ist verboten. Grund ist die Verpuffungsgefahr: Spiritus kann sich schlagartig entzünden und zu unkontrollierten Stichflammen führen, was insbesondere bei dichter Belegung der Grillplätze ein erhebliches Verletzungsrisiko darstellt. Diese Vorgabe gilt an allen öffentlichen Grillstellen im Bonner Stadtgebiet, also auch in der Rheinaue, unabhängig davon, ob Holzkohle-, Einweg- oder Gasgrill verwendet wird. Praktisch bewährt sich ein Anzündkamin, weil er die Kohle zuverlässig und ohne offene Flüssigkeit gleichmäßig durchglühen lässt.